2025 – Adventskonzert in der katholischen Kirche Enkirch.
Heute war es soweit, dass Adventskonzert unter dem Motto „Ein Abend voll Musik und besinnlicher Stimmung“ konnte beginnen. Mit dem Stück „Prelude on „Lobe den Herren“ eröffneten wir das Konzert in der katholischen Kirche Enkirch. Für passende Adventsstimmung sorgten nicht nur die folgenden Stücke „O Heiland, reiß die Himmel auf“,„Wachet auf!“, und „Let there be peace on earth“
Das nächste Stück wurde von dem Saxophon Ensable gespielt, „Marry, did you know?“. „Halleluja“ und „Rudolph the red nosed reindeer“ wurde von dem Klarinettenregister vorgetragen. Mit „How the Grinch stole Christmas“ und „Selections from the Polar Express“ stimmte man das Publikum in der wundervoll illuminierten Kirche auf das baldige Weihnachtsfest ein.
Nun war auch unser offizielles Programm beendet. Nach dem Applaus der aus der vollbesetzten Kirche zu hören war, hatte unser Konzert dem Publikum sehr gefallen. Den Wunsch nach einer Zugabe erfüllten wir natürlich sehr gerne. Mit dem Stück „ In heil`ger Nacht “ verabschiedete sich das Orchester und feierte ihre Vorfreude auf Weihnachten, bevor der Abend mit Glühwein ausklang.
Konzertbericht aus der Sicht eines wuscheligen, grünen, schlechtgelaunten Besuchers.
Der Grinch höchstpersönlich war zu Besuch und schaute sich das Konzert versteckt im Beichtstuhl an.
„Ach herrje. Der 07.12.25. Ein Datum, das ich mir eigentlich mit extra dickem, grünem Filzstift im Kalender hätte durchstreichen sollen. Aber nein – stattdessen fand dieses Adventskonzert statt. Unter dem zuckersüßen Motto „Ein Abend voll Musik und besinnlicher Stimmung“. Besinnlich! Ha! Also gut. Es ging los mit „Prelude on ‚Lobe den Herren‘“ in der katholischen Kirche in Enkirch. Alles festlich geschmückt, Lichter überall – es funkelte und glitzerte, dass selbst meine grinchige Netzhaut beleidigt war. Und dann diese wohlige Adventsstimmung! Als ob „O Heiland, reiß die Himmel auf“, „Wachet auf!“ und „Let there be peace on earth“ nicht schon genug wären, um selbst dem hartnäckigsten Weihnachtsmuffel ein kleines, ungewolltes Herzklopfen zu verpassen. Unverschämt rührselig.

Dann trat auch noch das Saxophon-Ensemble nach vorne mit „Mary, did you know?“. Sanft. Gefühlvoll. Verdächtig ergreifend. Ich habe ganz genau hingehört – nur um sicherzugehen, dass mein Herz nicht schon wieder um eine halbe Nummer gewachsen ist. Und dann das Klarinettenregister: „Halleluja“ und „Rudolph the Red-Nosed Reindeer“. Dieses Rentier! Mit seiner leuchtenden Nase! Als wäre es nicht schon schlimm genug, dass überall Lichterketten blinken – nein, jetzt müssen auch noch Tiere leuchten.
Und dann – man halte sich fest – spielten sie tatsächlich „How the Grinch Stole Christmas“. MEINE Geschichte! In dieser wundervoll illuminierten Kirche! Zusammen mit „Selections from the Polar Express“ – noch mehr Glitzer, noch mehr Weihnachtszauber. Das Publikum saß da mit leuchtenden Augen, als hätte jemand kostenlos Zuckerstangen verteilt.
Schließlich war das offizielle Programm vorbei. Tosender Applaus in einer vollbesetzten Kirche. Vollbesetzt! Offenbar lieben die Menschen so etwas. Sie klatschten und klatschten – und wollten natürlich eine Zugabe. Als ob sie nicht schon genug Weihnachtsfreude intus hätten.
Also gab es noch „In heil’ger Nacht“. Noch mehr feierliche Wärme. Noch mehr erwartungsvolles Seufzen. Und als krönenden Abschluss: Glühwein. Heiß, süß, dampfend – als müsste man die Leute innerlich wie äußerlich aufweichen, bis sie endgültig zu Weihnachtsmarzipan zerfließen. Und wisst ihr, was das Schlimmste ist? Sie gingen alle glücklich nach Hause. Glücklich! Wegen Musik! Wegen Weihnachten! Pfui. Ich jedenfalls ziehe mich jetzt auf meinen Berg zurück, stopfe mir die Ohren mit Watte und warte, bis der letzte Ton von „Frieden auf Erden“ endlich verhallt ist. Weihnachten. Hmpf. 🎄“






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